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Das neue Spiel 2004 bei BeWitched-Spiele:

Ein Spiel für 3-5 Paradies-Planer ab 12 Jahren von Andrea Meyer

Grafik: Sebastian Wagner, Stefan Balogh
Spieldauer: ca. 70-90 Minuten
Preis: 9,95 EUR zzgl. Versandkosten. Hier geht's zur Bestellung.
1. Auflage (2000 Stück, Oktober 2004)

Parallel erscheint eine englische Auflage unter dem Titel "Mall World" bei Rio Grande Games, USA

Mitten im Nirgendwo. Wüste, wohin man schaut. Keine Oasen, keine Kamele in Sicht. Doch was ist das? Ein Einkaufsparadies, wie die Welt es noch nicht gesehen hat, ist kurz davor, die Pforten zu öffnen:

MALL WORLD

Doch vorher gilt es, die Läden der interessierten Ketten möglichst gewinnbringend im Gebäude anzusiedeln. Kinderkleidung neben der Eisdiele? Das Waffengeschäft neben dem Spieleladen? Wer bezahlt Sie dafür, seine Interessen durchzusetzen?

Kommen Sie, schauen Sie, bauen Sie! Willkommen in Mall World!

Das Spiel:

3-5 Spieler und Spielerinnen betätigen sich als Planerinnen und Bauunternehmer. Im Auftrag internationaler Ladenketten und Firmenkonglomerate siedeln sie in der "Mall World" Bekleidungs-, Lebensmittel-, Hobby- und Sportläden für verschiedene Zielgruppen an.

Die Aufträge kommen per Fax, gezahlt wird monatlich, per Überweisung auf das mehr oder minder schwarze Schweizer Konto. Da wird genehmigt und gebaut, was das Zeug hält.

'Eine weitere Filiale von Lovis? Klar, das bringt mir nachher 4.000 Schweizer Franken mehr, bau ruhig! Und mein Auftraggeber Cheap-O freut sich mit mir. Moment, Moment, die Münzen bekomme ich, schließlich habe ich dir diese Genehmigung angeboten! Die Schwarze Kasse wird sich schon noch füllen. So, jetzt realisiere ich noch schnell die Filiale von Biologic und dann brauchen wir unbedingt noch einen weiteren Lebensmittelladen neben diesem Sportshop!
Und jetzt noch meinen Spezialauftrag bestätigen ... wie, was ich habe? Das wirst du ja gleich sehen, nur keine Panik. Waaaas, du beendest das Spiel, bist du wahnsinnig?! Na warte, wenn ich erst mein Bargeld auf mein Konto eingezahlt habe, wird sich noch rausstellen, wer hier die größten Geschäfte gemacht hat!'

Große Geschäfte macht nur, wer rechtzeitig seine Aufträge enthüllt, ohne den anderen zu früh zu verraten, welche Interessen man vertritt.

Zubehör:

1 Spielplan
5 Spielübersichten in deutsch und englisch
36 Branchenplättchen
32 Zielgruppenchips
10 Schmiergeldchips
40 Genehmigungskarten
28 Aufträge
25 Münzen (liquides Kapital)
10 Pöppel in 5 Farben
1 Spielregel

Besonderer Dank gebührt

Hartmut Kommerell, Alan R. Moon, Stefanie Rohner
und Jay Tummelson für ihre Unterstützung und guten Ideen zur rechten Zeit.

Kommentare und Rezensionen:



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Bitte beachten Sie auch die englischsprachigen Einschätzungen auf Boardgamegeek.
Die Spieleakademie Österreich führt "Große Geschäfte" in ihrer aktuellen Wiener Spielemischung: Die 99 Spiele, die man spielen oder haben sollte!

Rezensionen:

spielbox - Heft 1/2005

Große Geschäfte: Schweizer Konto für alle

Roman Pelek schreibt in seiner Rezension u.a.:

[...] Grosse Geschäfte ist ein gelungenes Wirtschaftsspiel, das bekannte und neue Mechanismen zu einem runden Ganzen verbindet. Das ständige Dilemma zwischen rechtzeitigem Annehmen eines Auftags (inklusive des damit einhergehenden Offenbarungseids gegenüber den Mitspielern) und weiterem Ausbau der Mall trägt den Spannungsbogen über die knapp 90 Minuten Spieldauer gut. Besonders zu viert können die Immobilienschiebereien in der Mall World überzeugen; in der Dreierbesetzung gibt es Abstriche beim Reiz der verdeckten Gebote; zu fünft wird es etwas diffiziler, Aufträge und Absichten der Mitspieler zu überschauen.

Die gut strukturierte und verständliche Spielregel gewährleistet dabei einen raschen Einstieg ins Geschehen und auch Materialfülle und -qualität mögen das geneigte Spielerherz nicht mürrisch stimmen. [...] Was das rein Ästhetische der Grafik anbelangt, lässt sich sicher trefflich streiten. Manche Mitspieler taten sie als hässlich ab, während ich sie als dem Thema angemessen schräg empfand und es durchaus genossen haben, nicht schon wieder mehr oder minder perfekt gezeichnete Idealbilder edler Rittersleute und mittelalterlicher Bollwerke auf dem Spieltisch vorzufinden. Grafik hin oder her: Wer auf der Suche nach einem guten Wirtschaftsspiel mit überschaubarer Komplexität ist, sollte in Grosse Geschäfte reichlich Spiel für unterhaltsame Abende mit Gleichgesinnten finden."

Roman Pelek, Knut-Michael Wolf und Wieland Herold vergeben jeweils 7 Punkte auf der 10-Punkte-Skala der spielbox, Christwart Conrad vergibt 4 Punkte und merkt an: "Langatmig, aufgesetztes Thema, hässliche Grafik".

GoodGameGuide - 27.11.2004

Große Geschäfte (Auszug aus der Bewertung:)

Dominik Krister vergibt 9 von 10 Punkten: Insgesamt ein sehr gelungenes Spiel. Die Regeln sind zwar vor dem ersten Spiel etwas gewöhnungsbedürftig und auch nicht ganz einfach zu verstehen, zahlreiche Beispiele in der Anleitung schaffen hier aber Abhilfe. Wieder einmal haben wir es mit einem Spiel zu tun, bei dem viel im Voraus geplant und bedacht werden muß. Man hat mehrere Optionen die sinnvoll erscheinen, besonders in der zweiten Aktionsphase muß man sich gut überlegen, ob man jetzt nur eine Genehmigungskarte direkt durchführt oder doch lieber die Gelegenheit nutzen sollte, um Geld zu verdienen. [...] Der Preis von 24 Euro ist absolut angemessen, das Spiel kann direkt beim Verlag bestellt werden. Auf jeden Fall eine Empfehlung, jedoch kein Spiel für zwischendurch. Die erste Partie sollte man eher als Lernpartie betrachten, danach wird man es möglichst bald wieder spielen wollen.

Hall 9000 - 17.04.2005

Carsten Pinnow schreibt über Große Geschäfte (Auszug aus der Bewertung:)

Was zunächst als spannendes Thema wirkt, stellt sich leider schnell als abstraktes Optimierspiel heraus, das ab der zweiten Runde mit dem Erscheinen der Vermietungsaufträge auch noch anstrengend wird. Ständig muss man neu berechnen, welche Aufträge wieviel Nutzen bringen und welche Ausführungskarten evtl. was bewirken könnten. Da die Mitspieler jedes Mal in die ausgelegten Karten und Chips eingreifen, bringt es nicht viel, sich frühzeitig Gedanken zu machen, was für das Spieltempo nicht gerade förderlich ist. Erschwerend kommt hinzu, dass die vielen bunten Farben auf dem Spielfeld die Übersichtlichkeit nicht gerade erhöhen. Manchmal muss man schon sehr genau hinschauen, um zu erkennen, welcher Auftrag wo erfüllt ist oder noch werden kann. Am Ende gewinnt dann der, der die wenigsten Fehler gemacht hat und das meiste Kartenglück hatte. Ganz wesentlich ist hier offenbar der lukrative Spezialauftrag, den man "nur" oft genug erfüllen muss. Ergo: Der Spielmechanismus funktioniert, aber Große Geschäfte ist mehr Arbeit als Spaß. Wer Optimierspiele (wie z.B. Logistico oder Neuland) mag, wird aber dennoch an Große Geschäfte seine Freude haben.

Englische Rezension der Münchner WestPark Gamers.

Weitere Kommentare:


Manuel Siebert schreibt auf Ludologie.de:

Am Bewitched Stand stellte Andrea Meyer GROßE GESCHÄFTE vor, was dazu führte, dass selbst die hinterste Ecke von Halle 11 ständig überfüllt war. Dem Aussehen und den einvernehmlichen Äußerungen der Spielenden nach zu urteilen, ist Andrea Meyer ein hervorragendes, wenngleich sehr komplexes Spiel gelungen.


ADAM spielt schreiben auf ihrer website:

Also, Ihr Kredithaie und Immobilienjäger, erfolgreich seid Ihr nur, wenn vertraglich zugesagte Konstellationen am Rundenende auch eingehalten sind. Leider kennen die lieben Mitbewerber die eigenen Absichten und Intrigen ist somit Tor und Tür geöffnet, falls dafür das kleine Vermögen ausreicht. Aber auch Bluffs sind beliebte Mittel im Vermietermilieu. Erst ist man bemüht, die richtigen Nutzungsaufträge für gewählte Flächen zu erreichen und dann sollten auch die dafür vorgesehenen Mietverträge zum Abschluss kommen. GROSSE GESCHÄFTE, ein fein abgestimmtes Handelsspiel, dessen Finessen und spannungsfördernde Möglichkeiten man erst in den ersten Partien ergründen wird.



Dietmar Stadler schreibt auf siedeln.de:

Große Geschäfte (Bewitched-Spiele) von Andrea Meyer hat uns alle drei absolut überzeugt und war mein persönliches Spiele-Highlight der Messe. Sobald ich Zeit finde, werde ich in einem eigenem Ordner mehr darüber erzählen.

Dietmar Stadler schreibt im Spielbox-Forum:

ich und meine zwei Begleiter haben uns auf der Messe die Zeit genommen, das Spiel zu testen, also zu spielen und waren auf der Heimfahrt einhellig der Meinung, dass es das beste Spiel gewesen ist, welches wir auf der Messe gespielt haben und das waren dieses Jahr nicht gerade wenig...

...da ich das Glück hatte, ein Exemplar davon im Rahmen des Quiz auf der Bewitched-Homepage zu gewinnen - habe ich es nicht bei diesem ersten Versuch belassen können und muss gestehen, bislang bleibt es bei meinem ersten Eindruck. Ein Vergleich zu Colorado County sehe ich nicht, auch wenn mich einige Spielelemente an andere Spiele erinnert haben, dennoch ist eine in meinen Augen sehr gut geglückte Melange aus diesen vermischt mit neuen Ideen.

[...]

Nun denn, ich hatte in den Partien immer dieses Gefühl oder besser die Angst, ob ich das was ich eigentlich noch alles vorhatte, überhaupt noch schaffe - sprich "Turn-angst" - da plant man sorgfältig und bis man wieder dran ist, hat ein lieber Kollege, in das Geschäft meiner Begierde doch tats. eine andere Zielgruppe gelegt, so ein Ärger.... ...mir gefällt es sehr gut und dahr auch meine Gratulation nach Berlin an Andrea Meyer für dieses Spiel - meinen Geschmack hat es getroffen...

Christian Hildenbrand schreibt im Spielbox-Forum:

Ich habe inzwischen einige Partien hinter mir und bin immer sofort dabei, wenn es wieder aus dem Regal gezogen wird. Viel zu wenig Zeit für viel zu viel zu tun im Spiel ... ein sehr interessanter Konflikt, ohne daß das Spiel dadurch zu kompliziert oder wirr wird.

Einen durchaus interessanten Aspekt im Spiel finde ich die Tatsache, dass man eigentlich nie so ganz raus ist - auch wenn man nach 1 oder gar 2 Wertungen noch nicht in ganz so aussichtsreicher Position ist. Ein gut geplanter Auftrag zum Schluß, ein bißchen Glück bei der Auslage, die sich einem bietet, und man ist schnell wieder im Spiel.

Meine letzte Partie habe ich im Übrigen dadurch gewonnen, dass ich am Spielende noch 9 Geld, meine direkte Gegnerin nur 1 Geld hatte ... und ich dadurch um magere 4 Punkte auf der Siegpunktleiste an ihr vorbeiziehen konnte ...

Eine norwegische Einschätzung gibt es hier.

Erratum:

In der Regel von "Große Geschäfte" fehlt auf S. 7 oben rechts der folgende Satz: "Hat bei drei Spielern der Anbieter das Höchstgebot, so zahlt er dieses abweichend von der Tabelle in die Schwarze Kasse."