Klimapoker - Ein Spiel für 2-4 Diplomatinnen und Diplomaten
 

Misch mit bei den Klimaverhandlungen!

Ein Spiel für 2-4 Diplomatinnen und Diplomaten

von Andrea Meyer

Grafik: Sebastian Wagner
ab 12 Jahren
Spieldauer: 30-40 Minuten
Preis: 7,90 EUR zzgl. Versandkosten.

1. Auflage, Oktober 2009

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Klimaverhandlungen können so einfach sein!
Die Nachzügler lernen von den Vorreitern, wie es endlich klappt mit dem Klimaschutz. Und alle, die besonders geplagt sind von immer heftigeren und häufigeren Unwettern, tun sich zusammen. Je größer die Konferenz, desto besser. Doch manche Länder wollen immer weiter verhandeln …

Die SpielerInnen sind KlimadiplomatInnen und versuchen, Länder mit gleichen Interessen in gemeinsame Konferenzen zu vermitteln. Dabei wollen sie einerseits möglichst große Konferenzen zusammen bringen. Andererseits hat, wer als erstes fast keine Länder mehr übrig hat, ebenfalls Gewinnchancen. Da gilt es, zum richtigen Zeitpunkt auch mal Länder abzugeben in die Hände eines "fähigeren" Kollegen, oder aber möglichst viele Länder zu sammeln, um wenigstens eine große Konferenz zustande zu bringen ...

Zubehör:

  • 60 Länderkarten, die jeweils für eine Regierungsdelegation stehen. Jede Karte nennt die Landeshauptstadt, die UNFCCC-Gruppe wie die Ländergruppen, zu denen das Land bei den Klimaverhandlungen gehört. Außerdem zeigt die Karte die Risikogruppen, in die das Land in den verschiedenen Kategorien eingeordnet wurde. Schließlich steht auf der Karte, wie viele Punkte man dafür bekommt, die Delegation zufrieden zu stellen. Die Kategorien, in denen die Länder sich messen bzw. über die sie diskutieren, sind
    • CO2-Emissionen pro Kopf
    • Todesopfer durch Unwetter zwischen 1998 und 2007 pro 100.000 Einwohner/innen
    • Unwetterschäden zwischen 1998 und 2007 in Prozent des Bruttoinlandsprodukts
  • 40 schwarze Chips, sie stehen für die Plätze im Kaminzimmer auf der Hand
  • 1 grüne Fahne, die anzeigt, wer an der Reihe ist
  • 1 schwarzes Haus das zeigt, wer das Spiel begonnen hat

Beispiel:

Karin, Felix, Paul und Maike spielen Klimapoker. Jede/r von ihnen hat 15 Karten bekommen, die auf Nachziehstapeln in ihren Lobbys vor ihnen liegen. Paul, Felix und Maike haben jeweils fünf, Karin als Startspielerin hat sechs Chips. Sie hat auch die Fahne und das schwarze Haus. Sie nimmt die obersten sechs Karten aus ihrer Lobby in das Kaminzimmer (auf die Hand), die anderen ziehen jeweils fünf Karten.

Karin Felix Paul Maike
Karin ist an der Reihe. Sie sagt "Sudan" und "CO2-Emissionen". Felix spielt "Kanada", Paul hält seine Karte "Togo" verdeckt vor sich hin, und Maike wählt ihre Karte "Haiti". Felix tippt, dass "Togo" die geringsten CO2-Emissionen der gespielten Länder hat.

Alle decken gleichzeitig ihre Karten auf und vergleichen die CO2-Emissionen. Paul hat mit Togo den Vergleich gewonnen. Felix hat richtig getippt, er entscheidet sich, einen Chip zu nehmen. Er hat jetzt sechs Chips vor sich liegen.

Paul legt "Togo", das er selbst gespielt hat, offen auf den Ablagestapel in seiner Lobby und entscheidet sich, "Kanada" in das Kaminzimmer (auf die Hand) einzuladen. Dann legt er "Haiti" und "Sudan" ebenfalls offen auf den Ablagestapel in seiner Lobby.

Karin hat jetzt noch fünf Karten auf der Hand, von denen drei bei den Unwetterschäden in der gleichen Risikogruppe - nämlich orange - eingestuft sind: Frankreich, Venezuela und Marokko. Sie legt alle drei offen in den Konferenzraum.

Karin vergleicht die Werte der drei Länder bei den Unwetterschäden und legt die Karten von Venezuela und Marokko offen auf den Ablagestapel in ihrer Lobby. Beide haben von den drei Konferenzteilnehmern die höchsten Werte, sind unzufrieden und wollen weiter verhandeln. Dann legt sie Frankreich mit dem besten Wert auf den Flughafen. Die Regierungsdelegation ist zufrieden und reist ab, dafür bekommt Karin am Ende des Spiels sechs Punkte.

Karin zieht vier Karten nach, Felix zwei und Maike eine. Paul hat fünf Chips vor sich, fünf Karten im Kaminzimmer (auf der Hand) und zieht nicht nach.

Karin gibt die Fahne an Felix weiter, der jetzt an der Reihe ist. Das schwarze Haus bleibt bis zum Ende des Spiels vor ihr stehen.


Häufig gestellte Fragen:

Jede Spielregel ist nur so gut wie der Einfallsreichtum derer, die sie erarbeiten. Wir haben versucht, alle Eventualitäten und Unklarheiten zu klären, aber erfahrungsgemäß gelingt das nur begrenzt. Und grundsätzlich gilt natürlich: Jede Regellücke wird (irgendwann) gefunden werden. Und vermutlich auch von irgendjemandem ausprobiert werden, warum auch immer.

Deshalb gibt es hier die Liste der Nachfragen zur Regel von "Klimapoker", die regelmäßig erweitert wird. Wenn Ihr eine Frage habt, die hier noch nicht steht, mailt sie an info@bewitched-spiele.de, Antwort bekommt Ihr sobald wie möglich. Danke!

JA,
  • der Ablagestapel wird gemischt und zum neuen Nachziehstapel, wenn letzterer zu Ende ist.
  • je mehr Mitspieler Ihr seid, umso wichtiger ist es, die Züge der anderen zu nutzen, um die eigene Hand zu optimieren.
  • es ist eine gute Taktik zu beobachten, wie viele Karten die anderen noch haben.
  • es ist eine gute Taktik, auch mal eine Herausforderung zu verlieren, wenn ansonsten jemand evtl. das Spiel beendet, obwohl du noch eine Konferenz auslegen willst.
  • die verwendeten Daten zu den Ländern basieren auf wissenschaftlichen Angaben. Da es sich um relative Indikatoren handelt, sind sie manchmal durchaus unerwartet, so z.B. bei der Zahl von unwetterbedingten Todesopfern in Deutschland. Die Zahl kommt so zustande, dass Germanwatch in seiner Studie die Zahl der Todesopfer in Relation zur Bevölkerungsentwicklung gestellt hat. Länder mit wenigen Unwettern und großem Bevölkerungszuwachs haben so die niedrigsten Zahlen in dieser Kategorie.


  • NEIN,
  • es gibt keine Extrapunkte dafür, wenn bei allen Ländern in einer Konferenz mehr als eine Kategorie übereinstimmt.
  • der richtige oder falsche Tipp hat keinen Einfluß darauf, wer die ausgespielten Karten gewinnt. Es gilt: TIPP = CHIP!
  • Presse:

    Karin Sebelin schreibt bei
    Suite 101, dem Netzwerk der Autoren: "Das Spiel ist wärmstens zu empfehlen, schon allein das Thema Klimaschutz ist hervorragend herausgearbeitet. Das Kartenspiel vermittelt viel Wissen und macht Spaß."

    Auf der website von wlb - Wasser, Luft, Boden heißt es u.a. : "Das Spiel sorgt für reichlich Gesprächsstoff, da die einzelnen Länderwerte immer wieder überraschen."

    Reinhard Hübner lobt in seiner Rubrik "Geographie im Spiel" in Geographie und Schule (Juni 2010): "Der Autorin Andrea Meyer ist es - anhand der informativen Spielkarten - gelungen, nicht nur das Ausmaß und die teilweise dramatischen Folgen der sich anbahnenden weltweiten Klimaveränderungen aufzuzeigen, sondern - aufgrund der ausgeklügelten Spielregeln - auch die unterschiedlich ausgeprägten politischen und wirtschaftlichen Interessenlagen sowohl der vom Klimawandel betroffenen als auch an Klimakonferenzen beteiligten nationen zu verdeutlichen. [...] Das auch in Englisch erhältliche Kartenspiel Klimapoker ist deshalb für Unterrichtszwecke durchaus geeignet."

    Stefan Ducksch schreibt in der Schwäbischen Zeitung vom 06.03.2010 u.a.: "Also integrierte Andrea Meyer die Zahlen zu CO2-Emissionen, klimabedingten Todesopfern und Unwetterschäden in ihr anspruchsvolles Spiel, das mit einem Quartett letztlich nur noch wenig gemein hat. [...]Und so entstand ein Spiel, bei dem es gar nicht so einfach ist, die Welt zu retten und gleichzeitig selbst zu punkten. Staaten, die viele Schadstoffe emittieren, sind in 'Klimapoker' nur in Gruppen zu gebrauchen und so abzulegen. Klimaneutrale Staaten machen hingegen zwar häufig einen Stich, bringen aber selbst kaum Punkte in der Endabrechnung."

    Iris Treiber meint in Känguru vom Februar 2010: "'Klimapoker' hat leider eine klein gedruckte, kompliziert anmutende Spielanleitung, ist aber ein spannendes, informatives Spiel um ein wichtiges Thema."

    Bei www.ratgeberspiel.de heißt es u.a.: "Die empfohlene Altersangabe ist richtig, da das Spiel nicht ganz unkompliziert ist und auch taktische Entscheidungen fordert. Aber wenn jüngere Kinder Interesse an dem Thema haben, könnten diese je nach Geduld der Mitspieler/innen auch schon einmal am Verhandlungstisch Platz nehmen."

    Im WWF-Magazin vom Januar 2010 schreibt Annika Magdorf über Klimapoker: "... in der Realität [wird] nicht um das Klima 'gepokert', sondern ein Abkommen getroffen. Trotzdem macht dieses Spiel auf unterhaltsame Weise auf den Klimawandel aufmerksam und die Spieler erfahren, wie wichtig es ist, gut zu verhandeln, um unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen."

    Detlef Hanz schreibt beim Spieletreff Oberlar: "Ein Spiel, das mir von Anfang an gut gefallen hat. Der bei einem Kartenspiel unvermeidliche Glücksfaktor hält sich in Grenzen, wogegen es genügend taktische Möglichkeiten gibt. Ein Spiel, das wir gerne empfehlen."

    Jörg Domberger schreibt bei Spieletest.at: "Das Spiel funktioniert, läuft durchaus rund und dauert auch nicht zu lange. Was viel länger dauerte waren Diskussionen um die Richtigkeit und die Plausibilität der Werte. [...] Wir diskutierten über CO2-Ausstoß, Umweltschäden, Unwetter und andere Katastrophen. Ein Ziel des Spiels wurde wohl damit erreicht."

    Blake Eskin schreibt im New Yorker, dass "Climate-Poker" die realen Klimaverhandlungen widerspiegelt.

    Carsten Pinnow schreibt auf Ludoversum: "Der Klimapoker ist kein Pokerspiel, obwohl –wie im wahren Leben- die Mächtigen der Welt mit dem Leben aller spielen. Ein wenig Quartett, ein wenig Geographiespiel -Klimapoker verbindet interessante Fakten zum Thema Klimaschutz mit einem einfachen Mechanismus, der seinen Hauptreiz bei den Ländervergleichen entfaltet. Und ganz nebenbei erinnert uns Klimapoker auch wieder daran, dass es eigentlich wichtigere Dinge im Leben gibt als spielen."

    Bei "Klima sucht Schutz" heißt es: "Das Klimapoker von Andrea Meyer zeigt: Man kann sich dem Klimagipfel in Kopenhagen auch spielerisch nähern. [...] Nur mit viel Diplomatie und Verhandlungsgeschick erreicht man sein Ziel."

    Jörg Hopfgarten schreibt in seinem Blog u.a.: "Andrea hat es nämlich geschafft, das sperrige Thema Klimaverhandlungen so elegant in ihrem Kartenspiel unterzubringen, dass sich der Lerneffekt quasi nebenbei einstellt."

    In der WDR-Glosse Das Moderne Leben analysiert Stefan Josef am 25.10.2009 Trends beim Spielen und vermutet, dass UmweltpolitikerInnen in den Pausen der Koalitionsverhandlungen "Klimapoker" spielen.

    In der 3Sat-Sendung "nano" vom 23.10.2009 empfiehlt Lorenz Beckhardt "Klimapoker". Die Sendung mit Beiträgen zur Spielemesse in Essen und zur Spielforschung ist in der 3Sat-Mediathek zu finden.

    Ein Interview mit mir zu Klimapoker gibt es beim Reich der Spiele.

    Hintergrund:

    Spiele rund um Klimaschutz:

    Beim
    Internationalen Spielmarkt Potsdam 2010 habe ich einen Workshop zum Thema "Gesellschaftsspiele zum Klimaschutz" angeboten, dessen Skript Sie hier herunterladen können.

    Klimawandel

    Durch die Industrialisierung der letzten 150 Jahre ist die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre zu stark angestiegen. Die Atmosphäre heizt sich auf, die Temperaturen und der Meeresspiegel steigen an. Bis 2100 wird erwartet, dass die globale Mitteltemperatur um 1,4 °C bis 5,8 °C und der Meeresspiegel um 10-90 cm steigen werden. Bereits heute ist der Klimawandel eine der Hauptursachen von Naturkatastrophen wie Hochwasser und Trockenperioden.
    Der Weltklimarat (IPCC) empfiehlt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf höchstens 2°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, um inakzeptable Folgen und Risiken des Klimawandels zu vermeiden. Im Jahr 2100 wird jeder der voraussichtlich neun Milliarden Menschen auf der Erde rund 1000 kg CO2 emittieren dürfen, wenn die Erwärmung auf 2° Celsius begrenzt werden soll. Um den CO2-Ausstoß zu begrenzen, muss die Energieeffizienz massiv erhöht und auf erneuerbare Energien umgeschwenkt werden.

    Klimaverhandlungen

    Beim Erdgipfel in Rio 1992 wurde die globale Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) ins Leben gerufen. Die 192 Mitgliedstaaten sind den Gruppen Annex I (vor allem Industriestaaten) oder Non-Annex I (vor allem Entwicklungsländer) zugeordnet. 1997 einigten sich die Mitgliedsstaaten in Kyoto in Japan auf verbindliche Ziele zur Minderung von Treibhausgasemissionen.
    Das Kyoto-Protokoll trat 2005 in Kraft: Industrieländer, die im Anhang B des Protokolls aufgelistet sind, sollen als Gruppe ihre Emissionen im Zeitraum 2008-2012 um 5% gegenüber 1990 mindern. Allerdings hinken viele Industrieländer bei der Erfüllung ihrer Emissionsminderungen hinterher. Die USA haben sogar ihren Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll verkündet. Im Jahr 2005 lebten etwa 19,5% der Weltbevölkerung in Annex I-Staaten. Sie waren für 52% der CO2-Emissionen verantwortlich. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Kopf lagen 2005 weltweit bei 5,5 Tonnen. In den Annex I-Staaten betrug der Durchschnitt 14 t pro Kopf, in den Non-Annex I-Staaten 3,2 t pro Kopf.

    Die Staatengruppen

    Bei den bisher 14 internationalen Konferenzen unter der Klimarahmenkonvention, den COPs, rangen mehrere Tausend Menschen aus allen Staaten der Erde um gemeinsame Klimaschutzanstrengungen. Bei den Verhandlungen gibt es feste und kurzfristige Allianzen und Koalitionen zwischen Staaten. So treten die EU-Länder mit einer Stimme auf, viele Nicht-EU-Industrieländer haben sich in der sog. „Umbrella-Group“ zusammen gefunden.
    Die Schweiz, Mexiko und Südkorea haben die Environmental Integrity Group EIG gegründet. Die größte Gruppe bei den Verhandlungen ist jedoch die „Group of 77“ bzw. G-77, eine Gruppe von inzwischen über 130 Entwicklungsländern. Innerhalb der G-77 gibt es die „Alliance of Small Island States“ (AOSIS) und die Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder – die Least Developed Countries (LDC). Der AOSIS gehören 43 Staaten an, die besonders unter einem steigenden Meeresspiegel leiden (werden). Weitere feste Gruppen bei den Klimaverhandlungen sind die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und die Gruppe der afrikanischen Länder, die „African Group“.

    Der Klimarisikoindex

    Die Nicht-Regierungsorganisation Germanwatch, die sich für Umweltschutz und Entwicklung engagiert, ermittelt auf der Grundlage von Daten der Rückversicherung Munich Re regelmäßig einen Risikoindex der Klimaveränderung (CRI). Der Index wird auf Basis von Todesfällen und wirtschaftlichen Schäden bei Naturkatastrophen der Vergangenheit, der Bevölkerungszahl und dem Bruttoinlandsprodukt von Ländern errechnet. Nicht einbezogen werden wetterunabhängige Ereignisse wie z.B. Tsunamis, Erdbeben und Vulkanausbrüche. Der Klimawandel begünstigt die Häufigkeit und Schwere von Hitzewellen, Dürren, Stürmen, Überflutungen usw., daher zeigen die Kategorien „Todesopfer je 100.000 Einwohner“ und „Unwetterschäden in Prozent des BIP“, wie stark ein Land zwischen 1998 und 2007 bereits unter den Folgen von Unwettern (und damit indirekt des Klimawandels) gelitten hat.
    Der NatCatSERVICE der Rückversicherung Munich Re ermittelt die Anzahl von Todesopfern bei Wetterextremen auf Basis verschiedenster Quellen. Darunter sind Regierungsinformationen, aber auch eine Vielzahl von Angaben von Nichtregierungsorganisationen, Hilfsorganisationen, dem Internationalen Roten Kreuz usw. Bei den Gesamt- und versicherten Schäden kann der NatCatSERVICE auf weltweite Schadenangaben der Versicherungswirtschaft zurückgreifen. Bei nicht versicherten Schäden werden in der Regel amtliche Informationen herangezogen. Für das Spiel wurden volkswirtschaftliche Verluste von 0,00 % laut CRI in Ländern, die Todesopfer in Folge von Extremwetterereignissen zu beklagen haben, auf 0,01% aufgerundet.

    Die Länder im Spiel

    Für Klimapoker wurden 60 Länder ausgewählt, die eine möglichst große Bandbreite an Werten in den einzelnen Kategorien abbilden. Die 180 Staaten, für die im CRI 2009 entsprechende Werte vorliegen, verzeichneten zwischen 1998 und 2007 insgesamt 0,52 Todesopfer je 100.000 Einwohner infolge von Unwettern. Der Schaden lag für diese Länder bei 0,67 % ihres Bruttoinlandsprodukts, wobei aber z.B. Grenada rund 19% seines BIPs allein infolge des Hurrikans „Ivan“ verlor.

    Zum Weiterlesen

    • UN-Seite zu den internationalen Klimaverhandlungen (in englischer Sprache)
    • Harmeling, Sven, 2008: Global Climate Risk Index 2009. Weather-Related Loss Events and Their Impacts on Countries in 2007 and in a Long-Term Comparison. Bonn: Germanwatch e.V.; (in englischer Sprache)
    • Kompetenzzentrum GeoRisikoForschung der Münchener Rückversicherung: „Topics Geo“ .
    • Tipps zum Klimaschutz gibt es u.a. bei CO2-online
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